Herzhafte Quiche Lorraine mit Schinken und Käse – herrlich cremig und goldbraun
Herzhafte Quiche Lorraine mit Schinken und Käse – herrlich cremig und goldbraun
Diese herzhafte Quiche Lorraine verbindet einen knusprigen Mürbeteigboden mit einer wunderbar cremigen Eier-Sahne-Füllung, würzigem Schinken und einer goldbraunen Käseschicht. Sie schmeckt warm besonders aromatisch, lässt sich aber auch hervorragend lauwarm servieren. Das Rezept eignet sich deshalb sowohl für ein unkompliziertes Familienessen als auch für Brunch, Buffet oder ein vorbereitetes Mittagessen. Die Zubereitung ist unkompliziert: Der Boden wird kurz vorgebacken, anschließend mit Schinken und Käse gefüllt und mit einem fein gewürzten Eierguss überzogen. Nach dem Backen ist die Oberfläche appetitlich gebräunt, während die Füllung innen saftig und zart bleibt.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Backzeit: 40 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 70 Minuten
- Portionen: 6
- Schwierigkeit: einfach
- Form: Tarte- oder Quicheform, 28 cm Durchmesser
- Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft
Zutaten
- 1 Rolle Mürbeteig, ca. 275 g
- 200 g Schinkenwürfel
- 4 Eier, Größe M
- 200 ml Sahne
- 150 ml Milch
- 3 g Salz
- 1 g schwarzer Pfeffer
- 1 g gemahlene Muskatnuss
- 150 g geriebener Gruyère oder Emmentaler
Zubereitung
- Backofen und Form vorbereiten. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft vorheizen. Den Mürbeteig ausrollen und mitsamt dem Backpapier in eine Quicheform mit etwa 28 cm Durchmesser legen. Den Teig vorsichtig an Boden und Rand drücken. Überstehenden Teig sauber abschneiden oder nach innen umlegen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit er sich beim Vorbacken möglichst wenig wölbt.
- Mürbeteig vorbacken. Den vorbereiteten Boden auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten vorbacken. Er soll noch nicht braun werden, sondern lediglich etwas trockener und stabiler aussehen. Anschließend aus dem Ofen nehmen. Den Backofen eingeschaltet lassen. Durch dieses kurze Vorbacken bleibt der Boden später unter der feuchten Eier-Sahne-Mischung deutlich besser in Form.
- Schinken vorbereiten. Die Schinkenwürfel gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Sind die Würfel sehr feucht, können sie vorher kurz mit Küchenpapier trocken getupft werden. So gelangt weniger zusätzliche Flüssigkeit in die Quiche. Etwa 100 g des geriebenen Käses über dem Schinken verteilen. Die restlichen 50 g für die Oberfläche zurückbehalten.
- Eierguss anrühren. Die 4 Eier in eine ausreichend große Schüssel geben und mit einem Schneebesen gründlich verrühren. Sahne und Milch hinzufügen und nur so lange mischen, bis eine gleichmäßige Flüssigkeit entstanden ist. Salz, schwarzen Pfeffer und Muskatnuss einrühren. Nicht unnötig stark aufschlagen: Der Guss soll homogen werden, muss aber nicht schaumig sein.
- Quiche zusammensetzen. Den Eier-Sahne-Guss langsam über Schinken und Käse verteilen. Dabei darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht über den Teigrand läuft. Die zurückbehaltenen 50 g Käse gleichmäßig darüberstreuen. Die Form vorsichtig bewegen, damit sich der Guss zwischen den Schinkenstückchen verteilt. Die Oberfläche sollte möglichst eben sein.
- Goldbraun backen. Die Quiche auf der mittleren Schiene bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Nach ungefähr 25 Minuten kontrollieren. Die Quiche ist fertig, wenn der Rand kräftig goldgelb aussieht, der Käse appetitlich gebräunt ist und die Füllung in der Mitte nur noch leicht nachgibt. Sie darf beim vorsichtigen Bewegen der Form nicht mehr flüssig schwappen.
- Ruhen lassen und anschneiden. Die fertige Quiche aus dem Backofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit setzt sich die heiße Eierfüllung und wird schnittfester. Danach vorsichtig aus der Form lösen und in 6 großzügige Stücke schneiden. Warm oder lauwarm servieren.
Tipps für eine perfekte Quiche
- Den Boden kurz vorbacken: Gerade bei einer cremigen Füllung verhindert das Vorbacken, dass der Mürbeteig am Boden weich und feucht bleibt.
- Schinken nicht zu feucht verwenden: Überschüssige Flüssigkeit kann die Konsistenz des Eiergusses beeinträchtigen. Feuchte Schinkenwürfel deshalb kurz trocken tupfen.
- Nicht zu viel Salz nehmen: Schinken und Gruyère beziehungsweise Emmentaler bringen bereits Würze mit. 3 g zusätzliches Salz reichen für diese Menge normalerweise aus.
- Füllung nicht überbacken: Sobald die Mitte gestockt ist und nur noch leicht nachgibt, sollte die Quiche aus dem Ofen. Zu langes Backen macht den Eierguss trocken und gummiartig.
- Vor dem Schneiden warten: Die 10 Minuten Ruhezeit sind wichtig. Direkt aus dem Ofen ist die Füllung noch sehr weich und lässt sich weniger sauber portionieren.
- Form nicht zu klein wählen: Bei einer 28-cm-Form verteilt sich die Füllung gleichmäßig. In einer deutlich kleineren Form könnte der Guss zu hoch stehen und länger zum Durchgaren benötigen.
Varianten und Substitutionen
Speck statt Schinken: Die 200 g Schinken können durch 200 g gewürfelten Speck ersetzt werden. Dadurch wird die Quiche kräftiger und salziger. In diesem Fall das zusätzliche Salz auf etwa 1 g reduzieren.
Emmentaler statt Gruyère: Beide Sorten funktionieren problemlos. Gruyère schmeckt kräftiger und nussiger, während Emmentaler milder ist. Die Menge und Backzeit bleiben gleich.
Nur Sahne verwenden: Für eine besonders üppige Füllung können die 150 ml Milch durch dieselbe Menge Sahne ersetzt werden. Die Quiche wird dadurch reichhaltiger und etwas cremiger.
Mehr Milch, weniger Sahne: Umgekehrt können 100 ml der Sahne durch 100 ml zusätzliche Milch ersetzt werden. Der Eierguss wird dadurch etwas leichter und weniger vollmundig, bleibt mit vier Eiern aber ausreichend stabil.
Blätterteig verwenden: Mürbeteig kann durch etwa 275 g gekühlten Blätterteig ersetzt werden. Die Quiche bekommt dadurch einen luftigeren und deutlich blättrigeren Rand. Auch hier empfiehlt sich das kurze Vorbacken.
Aufbewahrung
Die Quiche nach dem Essen nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Reste vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich die Quiche bei höchstens 4 °C etwa 2 Tage.
Zum Aufwärmen einzelne Stücke bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 10 bis 15 Minuten erhitzen, bis die Füllung auch im Inneren vollständig heiß ist. Die Quiche kann außerdem portionsweise luftdicht verpackt bis zu 2 Monate eingefroren werden. Vor dem Erwärmen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Häufige Fragen
Warum ist meine Quiche in der Mitte noch flüssig?
Wahrscheinlich benötigt sie einige Minuten länger im Ofen. Die Mitte darf leicht wackeln, sollte aber nicht mehr flüssig schwappen. Je nach Backofen können zusätzlich 5 Minuten erforderlich sein.
Muss ich den Mürbeteig unbedingt vorbacken?
Es ist sehr empfehlenswert. Der Eier-Sahne-Guss enthält viel Feuchtigkeit. Durch das kurze Vorbacken wird der Boden stabiler und bleibt nach dem vollständigen Backen angenehmer in der Konsistenz.
Kann ich die Quiche am Vortag zubereiten?
Ja. Die vollständig gebackene Quiche abkühlen lassen, abdecken und sofort kalt stellen. Am nächsten Tag kann sie bei 160 °C Ober-/Unterhitze schonend wieder vollständig erhitzt werden.
Kann man die Quiche auch kalt essen?
Ja, sofern sie nach dem Backen korrekt gekühlt wurde. Geschmack und Textur sind allerdings meist angenehmer, wenn die Quiche zumindest auf Zimmertemperatur gebracht oder kurz im Backofen erwärmt wird.
