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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausmannskost

Kartoffel-Schinken-Raclette-Gratin – cremig, herzhaft und goldbraun überbacken

Kartoffel-Schinken-Raclette-Gratin – cremig, herzhaft und goldbraun überbacken

Kartoffel-Schinken-Raclette-Gratin – cremig, herzhaft und goldbraun überbacken

Dieses Kartoffel-Schinken-Raclette-Gratin ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, sättigendes Ofengericht auf den Tisch soll. Dünne Kartoffelscheiben werden mit mildem Kochschinken und würzigem Raclettekäse geschichtet und anschließend mit einer fein gewürzten Sahnemischung übergossen. Im Ofen werden die Kartoffeln wunderbar weich, während der Käse schmilzt und eine appetitlich goldbraune Oberfläche bildet. Besonders schön ist der Anschnitt: Die einzelnen Schichten bleiben sichtbar, sind aber durch den geschmolzenen Käse und die cremige Sauce miteinander verbunden. Ein ideales Familienessen, das sich außerdem gut vorbereiten lässt.

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit nach dem Backen: 10 Minuten
  • Backzeit: 60 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 35 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Auflaufform: ca. 30 × 22 cm
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 1,2 kg festkochende Kartoffeln
  • 10 g Butter für die Form
  • 8 Scheiben Kochschinken, ca. 240 g
  • 350 g Raclettekäse in Scheiben
  • 300 ml Schlagsahne
  • 100 ml Milch
  • 6 g Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 10 g frische Petersilie

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten.
    Die Kartoffeln schälen, waschen und anschließend in etwa 2–3 mm dünne Scheiben schneiden. Besonders gleichmäßig gelingt das mit einem Gemüsehobel. Die Scheiben nicht erneut unter Wasser abspülen, denn die natürliche Kartoffelstärke hilft später dabei, die Sahnemischung leicht zu binden. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Auflaufform vorbereiten.
    Eine Auflaufform von ungefähr 30 × 22 cm mit den 10 g Butter gründlich einfetten, auch an den Seiten. Etwa ein Drittel der Kartoffelscheiben leicht überlappend auf dem Boden verteilen. Die Schicht sollte möglichst gleichmäßig sein, damit alle Kartoffeln zur gleichen Zeit gar werden.
  3. Schinken und Raclettekäse einschichten.
    Vier Scheiben Kochschinken auf den Kartoffeln verteilen. Falls nötig, die Scheiben halbieren oder passend zurechtlegen. Darauf etwa 100 g Raclettekäse geben. Anschließend ein weiteres Drittel der Kartoffeln darüber verteilen, den restlichen Schinken und nochmals etwa 100 g Raclettekäse darauflegen. Mit den übrigen Kartoffelscheiben abschließen.
  4. Sahnemischung zubereiten.
    Schlagsahne und Milch in einer Schüssel miteinander verrühren. Salz, schwarzen Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen und gründlich vermischen. Die gewürzte Flüssigkeit langsam und möglichst gleichmäßig über die Kartoffelschichten gießen. Die Form anschließend vorsichtig hin- und herbewegen, damit sich die Flüssigkeit auch zwischen den einzelnen Schichten verteilt.
  5. Gratin zunächst abgedeckt backen.
    Die Auflaufform mit Aluminiumfolie oder einem passenden ofenfesten Deckel abdecken und auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen. Das Gratin bei 180 °C Ober-/Unterhitze 40 Minuten backen. Die abgedeckte erste Backphase ist wichtig: Sie verhindert, dass die Oberfläche zu früh dunkel wird, während die rohen Kartoffelscheiben im Inneren weich garen.
  6. Mit Raclettekäse überbacken.
    Nach 40 Minuten die Abdeckung entfernen. Mit einem kleinen Messer in die Mitte des Gratins stechen. Die Kartoffeln sollten bereits fast weich sein und nur noch leichten Widerstand bieten. Die restlichen 150 g Raclettekäse gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Das Gratin anschließend weitere 20 Minuten bei 180 °C offen backen. Fertig ist es, wenn der Käse vollständig geschmolzen, stellenweise kräftig goldbraun und die Sahnesauce am Rand leicht blubbernd ist.
  7. Ruhen lassen und servieren.
    Die Form aus dem Backofen nehmen und das Kartoffelgratin 10 Minuten ruhen lassen. Während dieser kurzen Ruhezeit bindet sich die heiße Sauce etwas stärker, sodass sich das Gratin anschließend sauberer portionieren lässt. Die Petersilie fein hacken und unmittelbar vor dem Servieren über die Oberfläche streuen. Beim Anschneiden sollten die weichen Kartoffel-, Schinken- und Käseschichten deutlich sichtbar sein.

Conseils pour réussir la recette

  • Kartoffeln sehr dünn schneiden: 2–3 mm sind ideal. Deutlich dickere Scheiben benötigen wesentlich länger und können im Inneren noch fest sein, obwohl der Käse bereits gebräunt ist.
  • Festkochende Kartoffeln verwenden: Sie behalten beim Backen ihre Form besser und ergeben schöne, erkennbare Schichten.
  • Die erste Backphase abdecken: Dadurch garen die Kartoffeln gleichmäßiger, ohne dass Käse oder Oberfläche vorzeitig verbrennen.
  • Raclettekäse nicht vollständig am Anfang auflegen: Ein Teil kommt erst gegen Ende auf das Gratin. So bleibt die Oberfläche cremig und bekommt trotzdem eine schöne Bräunung.
  • Garprobe machen: Ein dünnes Messer sollte ohne größeren Widerstand durch die Kartoffeln gleiten.
  • Ruhezeit einhalten: Direkt aus dem Ofen ist die Sauce noch sehr flüssig. Nach 10 Minuten lässt sich das Gratin wesentlich besser schneiden.

Variantes et substitutions

Mit Gruyère: Raclettekäse kann in gleicher Menge durch Gruyère ersetzt werden. Der Geschmack wird etwas kräftiger und nussiger, während die Oberfläche ebenfalls sehr gut schmilzt.

Mit Emmentaler: Wer ein milderes Familiengericht bevorzugt, kann 350 g Emmentaler verwenden. Er schmilzt gut, schmeckt jedoch weniger intensiv als Raclettekäse.

Mit Putenkochschinken: Der Kochschinken lässt sich mengenmäßig 1:1 durch Putenkochschinken ersetzen. Die Zubereitung und Backzeit ändern sich dadurch nicht.

Etwas leichter: Die 300 ml Schlagsahne können durch 200 ml Sahne und zusätzlich 100 ml Milch ersetzt werden. Zusammen mit den bereits vorgesehenen 100 ml Milch werden dann insgesamt 200 ml Sahne und 200 ml Milch verwendet. Die Sauce wird dadurch weniger reichhaltig und etwas flüssiger.

Conservation

Reste vollständig abkühlen lassen, spätestens innerhalb von zwei Stunden abdecken und im Kühlschrank bei höchstens etwa 4 °C aufbewahren. Dort hält sich das Gratin 2–3 Tage. Zum Aufwärmen einzelne Portionen abgedeckt bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten erhitzen, bis sie auch im Inneren vollständig heiß sind. Einfrieren ist möglich, allerdings können Kartoffeln nach dem Auftauen etwas weicher oder körniger werden. Tiefgekühlt sollte das Gratin innerhalb von etwa 2 Monaten verbraucht werden.

Questions fréquentes

Warum sind meine Kartoffeln nach 60 Minuten noch hart?

Meist wurden sie zu dick geschnitten. Bei 2–3 mm dünnen Scheiben reichen etwa 60 Minuten normalerweise aus. Bei dickeren Scheiben kann die Backzeit um 10–20 Minuten steigen. Vor dem Herausnehmen deshalb immer eine Garprobe in der Mitte machen.

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Bei dieser Rezeptur kommen sie roh in die Form. Entscheidend sind dünne Scheiben und die abgedeckte erste Backphase, damit genügend Dampf zum Garen entsteht.

Warum sollte das Gratin vor dem Servieren ruhen?

Unmittelbar nach dem Backen sind Käse und Sahnesauce sehr heiß und flüssig. Nach etwa 10 Minuten stabilisieren sich die Schichten und einzelne Portionen lassen sich sauberer herausheben.

Kann ich das Kartoffel-Schinken-Gratin vorbereiten?

Ja. Am zuverlässigsten wird es komplett gebacken, rasch abgekühlt und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt. Am nächsten Tag kann es bei 160 °C Ober-/Unterhitze wieder vollständig erhitzt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.