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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Suppen & Eintöpfe

Cremige Pilzsuppe nach Omas Rezept mit Röstzwiebeln

Pilzsuppe aus Omas Küche – Ein typisches Gericht, das auf keinem Tisch fehlen darf

Wenn bei mir Champignons in brauner Butter braten, dauert es selten lange, bis jemand in die Küche schaut und fragt, was es gibt. Genau dieser Duft ist das Herzstück dieser Pilzsuppe: Die Pilze werden nicht einfach gekocht, sondern zuerst kräftig angebraten, bis sie ihr Wasser verloren haben und an den Rändern goldbraun sind. Erst dadurch bekommt die Suppe ihren tiefen, fast fleischigen Geschmack, den eine blasse, nur gekochte Pilzsuppe nie erreicht.

Gebunden wird sie ganz klassisch mit einer kleinen Mehlschwitze direkt im Topf, verfeinert mit Sahne, einem Löffel Senf und getrocknetem Majoran. Das Topping aus langsam karamellisierten Zwiebeln ist kein Zierrat, sondern gehört für mich zwingend dazu: Es bringt eine leichte Süße und etwas Biss in die samtige Suppe. Mit frischem Bauernbrot ist das ein vollwertiges Abendessen, das in knapp einer Stunde auf dem Tisch steht.

Pilzsuppe aus Omas Küche – Ein typisches Gericht, das auf keinem Tisch fehlen darf

Auf einen Blick

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Kochzeit: 30 Minuten
  • Gesamtzeit: 50 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Topfgröße: Suppentopf mit mindestens 4 Litern Fassungsvermögen

Zutaten

  • 500 g braune Champignons
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 40 g Butter
  • 20 g Weizenmehl (Type 405)
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • 100 ml Vollmilch
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 20 g Butter zum Anbraten der Zwiebeln für das Topping

Zubereitung

1. Gemüse vorbereiten

Die Champignons mit einem Pinsel oder Küchenpapier säubern und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Etwa ein Drittel der Zwiebelwürfel für das spätere Topping beiseitestellen.

2. Pilze anbraten

In einem großen Suppentopf 40 g Butter und 1 EL Pflanzenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebelwürfel und den Knoblauch darin etwa 3 Minuten glasig anschwitzen. Anschließend die Champignons hinzufügen und 8 bis 10 Minuten anbraten. Die Pilze sollen ihr Wasser weitgehend abgegeben haben und leicht gebräunt sein. Dabei gelegentlich umrühren.

3. Die cremige Basis herstellen

Das Mehl gleichmäßig über die Pilze streuen und unter ständigem Rühren 1 Minute mitrösten. Anschließend nach und nach die Gemüsebrühe zugießen und dabei kräftig rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Majoran, Thymian, Salz und Pfeffer hinzufügen. Die Suppe nun bei mittlerer Hitze 15 Minuten leicht köcheln lassen.

4. Sahne einrühren

Schlagsahne, Vollmilch und Senf einrühren. Die Suppe weitere 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Sie sollte jetzt eine cremige, leicht gebundene Konsistenz haben. Nicht mehr stark kochen lassen, damit die Sahne nicht ausflockt. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterrühren.

5. Zwiebel-Topping zubereiten und servieren

Während die Suppe fertig zieht, die zurückgelegten Zwiebelwürfel mit 20 g Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten langsam goldbraun karamellisieren. Die fertige Suppe in vorgewärmte Teller füllen und mit den knusprigen Zwiebeln garnieren. Mit frischem Bauernbrot oder Baguette servieren.

Warum funktioniert dieses Rezept?

Drei Dinge entscheiden bei einer Pilzsuppe über den Geschmack, und alle drei stecken in diesem Rezept. Erstens: die Röstaromen. Champignons bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser. Solange dieses Wasser im Topf steht, kochen die Pilze nur vor sich hin und bleiben grau und fade. Erst wenn es verdampft ist, beginnen sie zu bräunen – und genau dann entsteht das kräftige, nussige Aroma. Deshalb lohnt es sich, bei Schritt 2 geduldig zu bleiben und die vollen 8 bis 10 Minuten abzuwarten.

Zweitens: die Bindung. Das Mehl wird direkt auf den Pilzen mitgeröstet, statt später angerührt zu werden. So verliert es seinen rohen Geschmack und verteilt sich gleichmäßig im Fett – die Suppe wird sämig, ohne mehlig zu schmecken. Wichtig ist nur, die Brühe schluckweise anzugießen und dabei zu rühren. Drittens: der Zeitpunkt der Sahne. Sie kommt erst zum Schluss dazu und darf danach nicht mehr sprudelnd kochen, sonst kann sie ausflocken und die Suppe wirkt gerinnt statt samtig. Wer die Temperatur nach dem Einrühren auf die kleinste Stufe stellt, ist auf der sicheren Seite.

Margaretes Tipp

  • Champignons möglichst trocken reinigen und nicht unter fließendem Wasser waschen, damit sie ihr Aroma behalten.
  • Die Pilze portionsweise anbraten, falls der Topf zu klein ist. So bräunen sie besser und kochen nicht im eigenen Saft.
  • Die Brühe nach und nach einrühren, damit eine gleichmäßige Bindung entsteht.
  • Die Sahne erst gegen Ende der Kochzeit hinzufügen und die Suppe danach nur noch leicht köcheln lassen.
  • Wer eine besonders feine Konsistenz bevorzugt, kann etwa ein Drittel der Suppe pürieren und anschließend wieder unterrühren.
  • Das Zwiebel-Topping erst kurz vor dem Servieren auf die Suppe geben, damit es knusprig bleibt.

Zutaten austauschen – so geht es

  • Mit Waldpilzen: Steinpilze oder Kräuterseitlinge verleihen der Suppe ein intensiveres Aroma. Die Garzeit bleibt nahezu unverändert.
  • Vegetarisch und etwas leichter: Die Schlagsahne kann durch Kochsahne ersetzt werden. Die Suppe wird etwas weniger gehaltvoll, bleibt aber cremig.
  • Mit Kartoffeln: 200 g mehligkochende Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zusammen mit der Brühe garen. Die Suppe erhält dadurch mehr Bindung. Wenn Sie es noch deftiger mögen, lohnt auch ein Blick auf unseren Kartoffel-Bohnen-Eintopf mit Wurst und Champignons.
  • Mit Lauch: Eine kleine Stange Lauch in feine Ringe schneiden und zusammen mit den Zwiebeln anschwitzen. Das Ergebnis wird etwas würziger.
  • Mit Crème fraîche: Statt Schlagsahne können 150 g Crème fraîche verwendet werden. Die Suppe schmeckt dadurch etwas kräftiger und leicht säuerlich.

Serviervorschläge

Als Hauptgericht reicht die Suppe mit einer großzügigen Scheibe Bauernbrot oder Sauerteigbrot für vier Personen. Wer sie als Vorspeise eines Menüs einplant, serviert kleinere Portionen in Tassen und streut zusätzlich ein paar knusprige Croutons darüber – dann reicht die Menge für sechs bis acht Gäste. Ein Klecks Crème fraîche und einige frische Thymianblättchen machen aus dem einfachen Teller im Handumdrehen etwas fürs Auge.

Wenn Sie in der kalten Jahreszeit gerne einen Suppenvorrat kochen, passen die cremige Kürbissuppe und die cremige Linsensuppe mit Pilzen wunderbar in denselben Wochenplan. Und wer von Pilzgerichten gar nicht genug bekommen kann, findet in unseren 16 Hauptgericht-Rezepten für Pilzfans reichlich weitere Ideen.

Haltbarkeit und Lagerung

Die Pilzsuppe vollständig abkühlen lassen und anschließend in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sie sich bis zu 2 Tage. Zum Erwärmen die Suppe langsam bei mittlerer Hitze erhitzen und gelegentlich umrühren. Falls sie etwas zu dick geworden ist, einfach 50 bis 100 ml Gemüsebrühe oder Milch hinzufügen. Zum Einfrieren eignet sich die Suppe ebenfalls. Sie kann bis zu 3 Monate eingefroren werden. Nach dem Auftauen im Kühlschrank vollständig erhitzen und nicht mehrfach wieder einfrieren.

Kurz beantwortet

Kann ich die Suppe auch mit weißen Champignons zubereiten?

Ja. Weiße Champignons eignen sich ebenso gut. Braune Champignons besitzen jedoch meist ein etwas kräftigeres Aroma.

Warum wird meine Pilzsuppe nicht cremig?

Meist wurde entweder zu wenig Mehl verwendet oder die Suppe hat nicht lange genug geköchelt. Außerdem sollte die Brühe langsam eingerührt werden, damit eine gleichmäßige Bindung entsteht.

Kann ich die Suppe vorbereiten?

Ja. Sie lässt sich problemlos einen Tag vorher kochen. Vor dem Servieren langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Brühe oder Milch verdünnen.

Welche Beilage passt am besten dazu?

Frisches Bauernbrot, Baguette oder ein knuspriges Sauerteigbrot harmonieren hervorragend mit der cremigen Pilzsuppe. Auch kleine Croutons oder ein gemischter grüner Salat sind eine passende Ergänzung.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.