Zum Inhalt springen

Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausgemachte Rezepte

Überbackene Auberginenröllchen mit Ricotta, Spinat und Tomatensauce

Überbackene Auberginenröllchen mit Ricotta, Spinat und Tomatensauce

Diese Auberginenröllchen sind ein unkompliziertes Ofengericht mit wunderbar mediterranem Charakter. Dünne, weich vorgegarte Auberginenscheiben umschließen eine cremige Füllung aus Ricotta, Spinat und Parmesan. Anschließend werden die Röllchen auf fruchtiger Tomatensauce verteilt, mit Mozzarella bestreut und goldbraun überbacken. Dabei bleiben die Auberginen zart, während die Füllung saftig und der Käse an der Oberfläche appetitlich gebräunt wird. Das Gericht eignet sich sowohl für ein gemütliches Familienessen als auch für Gäste und lässt sich gut vorbereiten. Besonders wichtig ist, den Spinat gründlich auszudrücken, damit die Füllung nicht wässrig wird. In dieselbe mediterrane Richtung geht die gefüllte Hähnchenbrust mit Mozzarella, Spinat und getrockneten Tomaten.

Überbackene Auberginenröllchen mit Ricotta, Spinat und Tomatensauce

Praktische Informationen

  • Vorbereitung: 35 Minuten
  • Ruhezeit: 10 Minuten
  • Backzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: 1 Stunde 25 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Formgröße: Auflaufform von etwa 30 × 22 cm

Zutaten

  • 2 große Auberginen, zusammen etwa 800 g
  • 8 g Salz
  • 30 ml Olivenöl
  • 250 g Ricotta
  • 150 g Blattspinat, frisch
  • 1 Ei, Größe M
  • 50 g fein geriebener Parmesan
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 5 g frische Petersilie, fein gehackt
  • 500 g passierte Tomaten
  • 1 TL getrocknete italienische Kräuter, etwa 2 g
  • 150 g geriebener Mozzarella

Zubereitung

  1. Auberginen vorbereiten.
    Die Auberginen waschen, die Enden entfernen und längs in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben auf der Arbeitsfläche oder einem großen Brett auslegen und gleichmäßig mit etwa 5 g Salz bestreuen. 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch tritt etwas Feuchtigkeit aus und die Auberginen werden beim Vorgaren geschmeidiger. Anschließend die Oberfläche sorgfältig mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Auberginenscheiben vorgaren.
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auberginenscheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und von beiden Seiten dünn mit den 30 ml Olivenöl bestreichen. Etwa 15 Minuten backen, bis sie weich und biegsam sind, aber noch nicht stark gebräunt wirken. Aus dem Ofen nehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Die Ofentemperatur anschließend auf 190 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.
  3. Spinat und Ricottafüllung zubereiten.
    Den frischen Spinat in eine große Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa 2 bis 3 Minuten zusammenfallen lassen. Anschließend etwas abkühlen lassen und sehr gründlich ausdrücken. Den Spinat fein hacken und mit Ricotta, Ei, 35 g Parmesan, schwarzem Pfeffer und der Hälfte der Petersilie verrühren. Die restlichen 3 g Salz untermischen. Die Masse sollte cremig, aber stabil genug sein, um auf den Auberginenscheiben liegen zu bleiben.
  4. Tomatensauce vorbereiten.
    Die passierten Tomaten mit den getrockneten italienischen Kräutern verrühren. Etwa 300 g davon gleichmäßig auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Die Sauce muss nicht vorgekocht werden, da sie während der anschließenden Backzeit ausreichend erhitzt wird. Die übrigen 200 g Tomatensauce für die Oberseite der Röllchen zurückbehalten.
  5. Auberginen füllen und aufrollen.
    Je nach Größe der Scheiben jeweils etwa 1 bis 1½ Esslöffel Ricotta-Spinat-Füllung auf das breitere Ende einer Auberginenscheibe geben. Nicht zu viel Füllung verwenden, damit sie beim Rollen nicht herausgedrückt wird. Die Scheiben vorsichtig aufrollen und mit der Nahtseite nach unten in die vorbereitete Auflaufform setzen. Die Röllchen dicht nebeneinander anordnen, ohne sie übereinanderzustapeln.
  6. Mit Sauce und Käse bedecken.
    Die restlichen 200 g Tomatensauce portionsweise auf den Auberginenröllchen verteilen. Dabei ruhig einige Stellen der Auberginen sichtbar lassen. Anschließend den geriebenen Mozzarella und die übrigen 15 g Parmesan gleichmäßig darüberstreuen. Die Form sollte nun gut gefüllt sein, ohne dass die Sauce bis über den Rand reicht.
  7. Goldbraun überbacken.
    Die Auberginenröllchen bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Fertig sind sie, wenn die Tomatensauce am Rand deutlich köchelt und der Mozzarella vollständig geschmolzen und stellenweise goldbraun ist. Die Füllung sollte heiß und leicht gestockt sein. Die Form aus dem Ofen nehmen, mit der restlichen Petersilie bestreuen und vor dem Servieren etwa 5 Minuten stehen lassen.

Tipps für perfekte Auberginenröllchen

  • Auberginen dünn schneiden: Etwa 5 mm dicke Scheiben lassen sich nach dem Vorgaren besonders leicht aufrollen, ohne zu brechen.
  • Spinat kräftig ausdrücken: Überschüssiges Wasser würde die Ricottafüllung verdünnen und später die Tomatensauce verwässern.
  • Nicht zu viel Füllung verwenden: Eine moderate Menge bleibt beim Rollen sicher in der Aubergine und sorgt für gleichmäßige Portionen.
  • Auberginen vorgaren: Rohe Scheiben sind zu fest zum Rollen und würden während der abschließenden Backzeit nicht zuverlässig weich genug.
  • Röllchen mit der Naht nach unten einlegen: Dadurch bleiben sie während des Backens geschlossen.
  • Kurz ruhen lassen: Nach etwa 5 Minuten lassen sich die fertigen Röllchen leichter aus der Form heben, ohne auseinanderzufallen.

Varianten und Alternativen

Mit tiefgekühltem Spinat: Die 150 g frischen Spinat können durch etwa 100 g aufgetauten Blattspinat ersetzt werden. Dieser muss besonders gründlich ausgedrückt werden. Geschmack und Konsistenz bleiben sehr ähnlich.

Mit körnigem Frischkäse: Ricotta kann durch 250 g gut abgetropften körnigen Frischkäse ersetzt werden. Die Füllung wird dadurch etwas körniger und weniger cremig, funktioniert aber zuverlässig.

Mit mehr Parmesan: Wer einen kräftigeren Käsegeschmack bevorzugt, kann die vorhandenen 50 g Parmesan anders verteilen und beispielsweise 40 g in die Füllung und nur 10 g zum Überbacken verwenden.

Ohne Mozzarella: Die Röllchen können auch nur mit den vorhandenen 50 g Parmesan zubereitet werden. Die Oberfläche wird dann weniger cremig und eher würzig-knusprig als weich und ziehend. Wie viel eine geschmolzene Käsedecke ausmacht, zeigt die Familien-Lasagne mit cremiger Béchamel und goldener Käsekruste.

Mit Zucchini: Auberginen lassen sich durch große Zucchini ersetzen. Die Scheiben sollten ebenfalls längs dünn geschnitten und kurz vorgegart werden. Zucchini enthalten mehr Wasser, weshalb das fertige Gericht etwas saftiger werden kann.

Aufbewahrung

Übrig gebliebene Auberginenröllchen sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Vollständig abgekühlt können sie luftdicht verschlossen bei höchstens 4 °C etwa 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen die Röllchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 15 bis 20 Minuten erhitzen, bis auch die Mitte vollständig heiß ist. Sie können außerdem portionsweise für etwa 2 Monate eingefroren werden. Vor dem Erwärmen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen; nach dem Einfrieren kann die Füllung etwas weicher sein.

Häufige Fragen

Warum werden meine Auberginenröllchen wässrig?

Meist stammt die überschüssige Flüssigkeit vom Spinat oder von sehr wasserreichen Auberginen. Den Spinat deshalb gründlich ausdrücken und die gesalzenen Auberginenscheiben vor dem Vorgaren sorgfältig trocken tupfen.

Kann ich die Röllchen schon am Vortag vorbereiten?

Ja. Die gefüllten Röllchen können in der Tomatensauce in die Auflaufform gelegt, abgedeckt und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden. Mozzarella und Parmesan am besten erst kurz vor dem Backen darübergeben. Genauso gut am Vortag schichten lässt sich die klassische Lasagne Bolognese.

Warum brechen die Auberginenscheiben beim Rollen?

Wahrscheinlich sind sie zu dick geschnitten oder noch nicht weich genug. Bei ungefähr 5 mm Dicke und 15 Minuten Vorgaren sollten sie flexibel sein und sich ohne starken Druck aufrollen lassen.

Woran erkenne ich, dass die Auberginenröllchen fertig sind?

Die Aubergine sollte vollständig weich sein, die Sauce sichtbar köcheln und der Käse goldbraune Stellen bekommen haben. Die Ricottafüllung ist durch das Ei nach dem Backen cremig, aber deutlich stabiler als vor dem Garen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.