Cremige Kartoffelsuppe mit knusprigem Speck – herrlich sämig und voller Geschmack
Cremige Kartoffelsuppe mit knusprigem Speck – herrlich sämig und voller Geschmack
Diese cremige Kartoffelsuppe ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, wärmendes Familienessen auf den Tisch soll. Mehligkochende Kartoffeln sorgen für eine wunderbar samtige Konsistenz, während Lauch, Knoblauch und frische Kräuter der Suppe ein kräftiges Aroma geben. Knusprig gebratener Speck bildet dazu einen herzhaften Kontrast und macht aus der einfachen Kartoffelsuppe ein besonders appetitliches Gericht. Die Zubereitung erfolgt komplett in einem großen Topf und gelingt auch Kochanfängern problemlos. Dazu passt frisches Bauernbrot – mehr braucht es für ein gemütliches Mittag- oder Abendessen kaum.

Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 20 Minuten
- Ruhezeit: keine
- Kochzeit: 35 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 55 Minuten
- Portionen: 4–5
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Kochgeschirr: großer Topf mit mindestens 4 Liter Fassungsvermögen
Zutaten
- 800 g mehligkochende Kartoffeln
- 150 g durchwachsener Speck
- 1 mittelgroße Stange Lauch, ca. 180 g
- 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
- 3 Knoblauchzehen
- 20 g Butter
- 900 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Sahne
- 1 TL fein gehackter frischer Thymian
- ½ TL fein gehackter frischer Rosmarin
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
- 10 g frische Petersilie
Zubereitung
- Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in ungefähr 2–3 cm große Würfel schneiden. Den Lauch längs halbieren, gründlich zwischen den einzelnen Schichten waschen und anschließend in dünne Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Den Speck in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Die Petersilie fein hacken und zunächst beiseitestellen.
- Speck knusprig braten. Einen großen Topf ohne zusätzliches Fett auf mittlere Hitze stellen. Den Speck hineingeben und etwa 5–7 Minuten braten. Gelegentlich umrühren, damit er gleichmäßig Farbe bekommt. Sobald die Stückchen goldbraun und an den Rändern knusprig sind, ungefähr zwei Drittel davon aus dem Topf nehmen und auf einem Teller beiseitestellen. Dieser Speck kommt später als knusprige Garnitur auf die Suppe.
- Zwiebel und Lauch anschwitzen. Die Butter zum verbliebenen Speckfett in den Topf geben. Zwiebel und Lauch hinzufügen und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen. Das Gemüse soll weich werden, aber möglichst wenig bräunen. Knoblauch, Thymian und Rosmarin dazugeben und weitere 30–60 Sekunden unter Rühren erhitzen. Sobald der Knoblauch deutlich duftet, geht es direkt weiter.
- Kartoffeln garen. Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und kurz mit den aromatischen Zutaten vermengen. Mit den 900 ml Gemüsebrühe aufgießen. Die Flüssigkeit zum Kochen bringen, anschließend die Hitze reduzieren. Den Deckel leicht geöffnet auflegen und die Kartoffeln etwa 18–22 Minuten sanft köcheln lassen. Sie sind fertig, wenn sich ein Würfel mit einer Gabel ohne Widerstand zerdrücken lässt.
- Suppe pürieren. Den Topf vom Herd ziehen. Die Kartoffelmischung mit einem Stabmixer pürieren, bis eine überwiegend glatte, cremige Konsistenz erreicht ist. Wer etwas Struktur bevorzugt, kann einige Kartoffelstücke stehen lassen. Nicht unnötig lange pürieren: Kartoffeln enthalten viel Stärke und können bei zu intensivem Mixen eine klebrige Konsistenz entwickeln.
- Mit Sahne verfeinern. Den Topf wieder auf niedrige Hitze stellen und 200 ml Sahne unterrühren. Mit ½ TL Salz und ¼ TL schwarzem Pfeffer würzen. Die Suppe noch etwa 3–4 Minuten vorsichtig erhitzen, aber nicht kräftig kochen lassen. Sie sollte jetzt cremig vom Löffel laufen. Falls sie zu dick geworden ist, kann sie mit etwas zusätzlichem heißem Wasser verdünnt werden.
- Anrichten. Die Kartoffelsuppe auf vier bis fünf tiefe Schalen verteilen. Den zuvor zurückgelegten knusprigen Speck darübergeben und mit der gehackten Petersilie bestreuen. Sofort heiß servieren, damit der Speck seinen knackigen Kontrast zur samtigen Suppe behält.
Tipps für eine richtig gute Kartoffelsuppe
Mehligkochende Kartoffeln verwenden: Sie zerfallen beim Garen leichter und geben genügend Stärke ab, sodass die Suppe ohne zusätzliche Bindemittel schön cremig wird.
Kartoffeln gleichmäßig schneiden: Würfel von etwa 2–3 cm garen ungefähr gleichzeitig. Sehr unterschiedlich große Stücke führen dazu, dass manche Kartoffeln zerfallen, während andere noch fest sind.
Knoblauch nicht dunkel anbraten: Angebrannter Knoblauch schmeckt bitter. Nach dem Hinzufügen reichen 30–60 Sekunden vollkommen aus.
Nicht zu lange pürieren: Ein Stabmixer sollte nur so lange laufen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Übermäßiges Mixen kann Kartoffelsuppe unangenehm klebrig machen.
Speck erst beim Servieren darübergeben: Bleibt er längere Zeit in der fertigen Suppe, verliert er seine knusprige Textur.
Salz erst am Ende kontrollieren: Speck und Gemüsebrühe enthalten bereits Salz. Deshalb zunächst zurückhaltend würzen und nach dem Pürieren abschmecken.
Varianten und Substitutionen
Vegetarische Variante: Den Speck weglassen und zum Anschwitzen insgesamt 30 g Butter verwenden. Die Suppe wird milder, behält durch Lauch, Knoblauch und Kräuter aber viel Aroma.
Mit Milch statt Sahne: Die 200 ml Sahne können durch 200 ml Vollmilch ersetzt werden. Dadurch wird die Suppe etwas leichter und weniger vollmundig. Nach Zugabe der Milch nur sanft erhitzen.
Nur mit Lauch: Wer keinen deutlichen Zwiebelgeschmack möchte, kann die 100 g Zwiebel durch weitere 100 g Lauch ersetzen. Die Suppe schmeckt dadurch milder und leicht süßlicher.
Stückige Kartoffelsuppe: Vor dem Pürieren ungefähr ein Viertel der gegarten Kartoffelwürfel herausnehmen. Den Rest pürieren und die Kartoffelstücke anschließend wieder unterheben. So bleibt die cremige Grundlage erhalten, während jeder Löffel zusätzlich etwas Biss bekommt.
Ohne frischen Rosmarin: Die ½ TL Rosmarin können durch weitere ½ TL frischen Thymian ersetzt werden. Das Kräuteraroma wird dadurch etwas milder und weniger harzig.
Aufbewahrung
Reste sollten nach dem Essen zügig abgekühlt und spätestens innerhalb von zwei Stunden in einem verschlossenen Behälter in den Kühlschrank gestellt werden. Dort hält sich die Kartoffelsuppe etwa 2–3 Tage. Zum Aufwärmen langsam im Topf erhitzen und dabei regelmäßig umrühren. Falls sie im Kühlschrank stark nachgedickt ist, etwas Wasser einrühren.
Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings können Kartoffeln und Sahne nach dem Auftauen eine leicht körnige oder veränderte Konsistenz entwickeln. Für die beste Qualität empfiehlt es sich daher, die Suppe frisch oder gekühlt zu genießen. Speck für die Garnitur immer separat aufbewahren und erst nach dem Erwärmen hinzufügen.
Häufige Fragen
Warum wird meine Kartoffelsuppe klebrig?
Kartoffeln enthalten viel Stärke. Werden gegarte Kartoffeln zu lange oder mit hoher Geschwindigkeit püriert, kann die freigesetzte Stärke eine kleisterartige Konsistenz erzeugen. Deshalb mit dem Stabmixer nur kurz pürieren.
Was mache ich, wenn die Suppe zu dick ist?
Gib nach und nach jeweils 50 ml heißes Wasser hinzu und rühre gründlich um, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend noch einmal abschmecken.
Kann ich die Kartoffelsuppe am Vortag vorbereiten?
Ja. Die Suppe lässt sich gut einen Tag vorher kochen und gekühlt aufbewahren. Beim langsamen Wiedererwärmen eventuell etwas Wasser hinzufügen. Petersilie und knusprigen Speck erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten?
Mehligkochende Kartoffeln sind für eine glatte, cremige Suppe besonders geeignet. Vorwiegend festkochende Sorten funktionieren ebenfalls, ergeben jedoch eine etwas weniger sämige Konsistenz.
