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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Herzhafte Potée mit Schweinefleisch, Würstchen und Wirsing – deftiger Eintopf für die ganze Familie

Herzhafte Potée mit Schweinefleisch, Würstchen und Wirsing – deftiger Eintopf für die ganze Familie

Herzhafte Potée mit Schweinefleisch, Würstchen und Wirsing – deftiger Eintopf für die ganze Familie

Diese herzhafte Potée ist genau das Richtige für Tage, an denen ein kräftiger, wärmender Eintopf auf den Tisch soll. Schweinefleisch und geräucherte Würstchen garen langsam zusammen mit Kartoffeln, Möhren und Wirsing in einer aromatischen Brühe. Das Fleisch wird dabei wunderbar zart, während das Gemüse den würzigen Geschmack des Suds aufnimmt. Besonders praktisch: Fast alles wird in einem großen Topf zubereitet, und die eigentliche Arbeit ist nach dem Schneiden schnell erledigt. Wichtig ist lediglich, den Zutaten genügend Zeit zu geben und Kartoffeln sowie Wirsing später hinzuzufügen, damit sie nicht zerfallen.

Herzhafte Potée mit Schweinefleisch, Würstchen und Wirsing – deftiger Eintopf für die ganze Familie

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Kochzeit: ca. 1 Stunde 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 10 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Topfgröße: großer Schmortopf mit Deckel, mindestens 6 Liter
  • Zubereitung: Herd, niedrige bis mittlere Hitze

Zutaten

  • 1,2 kg Schweineschulter ohne Knochen
  • 15 ml neutrales Pflanzenöl
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1,5 Liter Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Zweige frischer Thymian
  • 4 Stängel glatte Petersilie
  • 8 schwarze Pfefferkörner
  • 8 g Salz
  • 4 geräucherte Würstchen, insgesamt ca. 400 g
  • 4 mittelgroße Möhren, ca. 450 g
  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 kleiner Wirsing, ca. 800 g
  • 2 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten.
    Die Schweineschulter trocken tupfen und in 3–4 große Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und vierteln, die Knoblauchzehen leicht andrücken. Möhren schälen und in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Kartoffeln schälen; kleine Exemplare ganz lassen, größere halbieren. Den Wirsing vierteln, den harten Strunk entfernen und die Viertel noch einmal halbieren. Die Blätter sollen in größeren Stücken zusammenbleiben, damit sie beim langen Garen nicht vollständig zerfallen.
  2. Schweinefleisch anbraten.
    Das Pflanzenöl in einem großen Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Fleischstücke hineinlegen und insgesamt etwa 6–8 Minuten rundherum anbraten. Sie sollen eine leichte goldbraune Oberfläche bekommen. Das sorgt für einen kräftigeren Geschmack im Sud. Zwiebel und Knoblauch dazugeben und weitere 2 Minuten mitbraten, bis die Zwiebelränder leicht Farbe bekommen.
  3. Brühe ansetzen und Fleisch vorgaren.
    1,5 Liter Wasser zugießen. Lorbeerblätter, Thymian, Petersilie, Pfefferkörner und 8 g Salz hinzufügen. Die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Eventuell entstehenden Schaum mit einem Löffel abschöpfen. Danach die Temperatur deutlich reduzieren, den Deckel auflegen und das Fleisch 60 Minuten sanft köcheln lassen. Die Flüssigkeit sollte nur leicht blubbern und nicht stark sprudelnd kochen.
  4. Würstchen und Möhren hinzufügen.
    Nach den ersten 60 Minuten die geräucherten Würstchen und die vorbereiteten Möhren in den Topf geben. Alles wieder zum sanften Köcheln bringen und weitere 15 Minuten zugedeckt garen. Die Würstchen nicht einstechen, damit möglichst wenig Saft austritt. Das Schweinefleisch sollte inzwischen deutlich weicher sein, aber noch nicht auseinanderfallen.
  5. Kartoffeln garen.
    Die vorbereiteten Kartoffeln zwischen Fleisch und Gemüse in die Brühe setzen. Falls nötig, vorsichtig etwas Flüssigkeit darüberlöffeln. Den Deckel wieder aufsetzen und alles 15 Minuten sanft weiterköcheln lassen. Festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut, weil sie ihre Form während der restlichen Garzeit besser behalten.
  6. Wirsing dazugeben.
    Nun die Wirsingstücke auf die übrigen Zutaten legen und vorsichtig etwas in die heiße Brühe drücken. Zugedeckt weitere 15 Minuten garen. Anschließend mit einem kleinen Messer in eine Kartoffel und ein Stück Möhren stechen. Beide sollten weich sein, aber nicht zerfallen. Der Wirsing ist fertig, wenn die dicken Blattrippen weich geworden sind und die Blätter noch etwas Struktur besitzen.
  7. Abschmecken und servieren.
    Lorbeerblätter, Thymianzweige und Petersilienstängel entfernen. Das Schweinefleisch herausheben, kurz auf ein Brett legen und quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden. Mit den ganzen Würstchen, Kartoffeln, Möhren und Wirsing wieder im Topf oder auf einer großen vorgewärmten Servierplatte anrichten. Den Sud mit 2 g frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf kann direkt am Tisch individuell nachgesalzen werden. Etwas von der heißen Brühe über Fleisch und Gemüse schöpfen und sofort servieren.

Tipps für réussir die Rezept

  • Nur sanft köcheln: Starkes Kochen kann das Schweinefleisch trocken machen und Kartoffeln sowie Wirsing zerfallen lassen.
  • Gemüse zeitversetzt hinzufügen: Fleisch braucht deutlich länger als Kartoffeln und Kohl. Die angegebenen Garstufen sorgen dafür, dass am Ende alles gleichzeitig fertig ist.
  • Würstchen nicht einstechen: So bleiben sie saftiger und geben ihren Geschmack langsam an die Brühe ab.
  • Große Gemüsestücke schneiden: Kleine Kartoffel-, Möhren- oder Kohlstücke würden während der langen Garzeit schnell zerfallen.
  • Salz vorsichtig dosieren: Geräucherte Würstchen können bereits relativ salzig sein. Deshalb erst ganz am Ende prüfen, ob zusätzliches Salz notwendig ist.
  • Fleisch richtig prüfen: Die Schweineschulter sollte sich am Ende ohne großen Widerstand mit einem Messer durchstechen lassen.

Varianten und Substitutionen

Mit Weißkohl: Wirsing kann durch die gleiche Menge Weißkohl ersetzt werden. Weißkohl ist etwas fester und kann etwa 5–10 Minuten länger benötigen.

Mit Lauch: Etwa 250 g der Wirsingmenge können durch Lauch ersetzt werden. Den Lauch in breite Stücke schneiden und zusammen mit dem Wirsing hinzufügen. Dadurch wird der Gemüsegeschmack etwas milder und süßlicher.

Andere Kartoffelsorte: Vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren ebenfalls, werden aber weicher. Deshalb besonders vorsichtig umrühren und die Garzeit nach 12 Minuten kontrollieren.

Weniger rauchig: Die geräucherten Würstchen können durch mildere Brühwürste ersetzt werden. Der Eintopf bekommt dadurch ein weniger kräftiges Raucharoma.

Conservation

Reste zunächst zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einem gut verschlossenen Behälter in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich die Potée etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen die benötigte Menge in einem Topf langsam erhitzen, bis Fleisch, Gemüse und Brühe vollständig durcherhitzt sind. Einfrieren ist für Fleisch, Würstchen und Brühe möglich; Kartoffeln verändern beim Auftauen allerdings ihre Konsistenz und können körnig werden. Für das beste Ergebnis daher möglichst frisch oder gekühlt genießen.

Fragen häufig

Warum werden die Kartoffeln erst später hinzugefügt?

Schweineschulter benötigt wesentlich mehr Zeit, um zart zu werden. Würden die Kartoffeln von Anfang an mitkochen, könnten sie zerfallen und die Brühe stark eindicken.

Kann ich die Potée am Vortag kochen?

Ja. Der Eintopf lässt sich sehr gut vorbereiten. Nach dem Kochen zügig abkühlen, im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag langsam und vollständig erhitzen.

Muss ich das Schweinefleisch vorher anbraten?

Nicht zwingend, aber es lohnt sich. Die leichte Bräunung entwickelt zusätzliche Röstaromen und gibt der Brühe einen kräftigeren Geschmack.

Wie erkenne ich, ob das Fleisch fertig ist?

Nach der gesamten Garzeit sollte sich ein Messer leicht in die Schweineschulter stechen lassen. Beim Aufschneiden ist das Fleisch saftig und zart, sollte aber noch genügend Struktur besitzen, um in dicken Scheiben serviert werden zu können.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.