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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Saisonale Küche

Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Paprika

Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Paprika

Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Paprika

Dieser herzhafte Bauerntopf ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, sättigendes Familienessen auf den Tisch soll. Saftiges Hackfleisch, weiche Kartoffelstücke und aromatische Paprika garen gemeinsam in einer kräftigen Tomatensoße. Das Ergebnis ist wunderbar deftig, leicht würzig und angenehm sämig, ohne schwer zu wirken. Besonders praktisch: Für das komplette Gericht wird nur ein großer Topf benötigt. Nach kurzer Vorbereitung köchelt der Bauerntopf weitgehend von allein. Damit eignet er sich hervorragend für stressige Wochentage, lässt sich aber ebenso gut vorbereiten und am nächsten Tag wieder aufwärmen.

Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Paprika

Informationen praktische

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Kochzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: 60 Minuten
  • Portionen: 6
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Benötigtes Kochgeschirr: großer Topf oder Schmortopf mit Deckel, mindestens 4 Liter Fassungsvermögen

Zutaten

  • 2 EL Rapsöl, etwa 20 ml
  • 750 g Rinderhackfleisch
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, etwa 200 g
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 rote Paprikaschoten, etwa 350 g
  • 1 gelbe Paprikaschote, etwa 180 g
  • 40 g Tomatenmark
  • 800 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten.
    Zwiebeln und Knoblauch schälen. Die Zwiebeln in etwa 1 cm große Würfel schneiden und den Knoblauch fein hacken. Kartoffeln schälen, waschen und in gleichmäßige Stücke von ungefähr 2 bis 3 cm schneiden. Paprikaschoten halbieren, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Gleichmäßig geschnittene Kartoffeln sind wichtig, damit später alle Stücke gleichzeitig gar werden.
  2. Hackfleisch kräftig anbraten.
    Das Rapsöl in einem großen Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Hackfleisch hineingeben und zunächst etwa 2 Minuten möglichst wenig bewegen. Danach mit einem Kochlöffel zerteilen und insgesamt 6 bis 8 Minuten kräftig anbraten. Das Fleisch sollte vollständig seine rohe Farbe verloren haben und stellenweise schön gebräunt sein. Falls viel Flüssigkeit austritt, weiterbraten, bis sie weitgehend verdampft ist.
  3. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben.
    Die gewürfelten Zwiebeln unter das Hackfleisch mischen und bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten mitbraten. Anschließend den gehackten Knoblauch hinzufügen und weitere 30 Sekunden braten. Der Knoblauch soll aromatisch duften, aber nicht dunkel werden, da er sonst bitter schmecken kann.
  4. Tomatenmark und Gewürze anrösten.
    Tomatenmark zum Hackfleisch geben und unter ständigem Rühren etwa 1 Minute anrösten. Danach edelsüßes und geräuchertes Paprikapulver, Majoran, Oregano, Salz und Pfeffer hinzufügen. Nur etwa 20 Sekunden unterrühren. Paprikapulver sollte nicht lange bei starker Hitze geröstet werden, weil es schnell bitter werden kann.
  5. Kartoffeln und Flüssigkeit hinzufügen.
    Kartoffelstücke in den Topf geben und gründlich mit Hackfleisch und Gewürzen vermengen. Die gehackten Tomaten sowie 500 ml Rinderbrühe dazugießen. Alles einmal kräftig umrühren und bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen bringen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Temperatur deutlich reduzieren.
  6. Bauerntopf langsam garen.
    Den Deckel leicht geöffnet auflegen und den Bauerntopf bei niedriger bis mittlerer Hitze 20 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei etwa alle 5 bis 7 Minuten umrühren, damit am Topfboden nichts ansetzt. Die Flüssigkeit sollte nur leicht blubbern und nicht stark kochen. Nach 20 Minuten sollten die Kartoffeln bereits etwas weicher, im Kern aber noch nicht vollständig gar sein.
  7. Paprika fertig garen.
    Jetzt die roten und gelben Paprikastücke unterheben. Den Bauerntopf weitere 10 bis 12 Minuten ohne vollständig geschlossenen Deckel köcheln lassen. Dadurch bleibt die Paprika noch leicht bissfest und die Soße kann gleichzeitig etwas eindicken. Der Bauerntopf ist fertig, wenn sich die Kartoffelstücke problemlos mit einem Messer einstechen lassen und die Soße die Zutaten sämig umhüllt.
  8. Kurz ziehen lassen und servieren.
    Den Topf vom Herd nehmen und 2 bis 3 Minuten stehen lassen. Anschließend noch einmal gründlich umrühren und direkt heiß servieren. Durch die kurze Standzeit wird die Tomatensoße etwas sämiger und verbindet sich besonders schön mit Kartoffeln und Hackfleisch.

Tipps für einen gelungenen Bauerntopf

  • Hackfleisch portionsweise braten: Ist Ihr Topf eher schmal, braten Sie das Fleisch in zwei Portionen. Ein überfüllter Topf lässt das Hackfleisch eher kochen als bräunen.
  • Kartoffeln gleichmäßig schneiden: Stücke von ungefähr 2 bis 3 cm werden weich, ohne während der Garzeit vollständig zu zerfallen.
  • Paprika später hinzufügen: Würde sie gleichzeitig mit den Kartoffeln in den Topf kommen, wäre sie am Ende sehr weich. Die letzten 10 bis 12 Minuten reichen normalerweise aus.
  • Regelmäßig umrühren: Kartoffeln und Tomatensoße können besonders gegen Ende der Garzeit am Topfboden ansetzen.
  • Die Flüssigkeit nicht vorschnell erhöhen: Anfangs wirkt der Bauerntopf möglicherweise etwas dick. Paprika und Tomaten geben beim Garen jedoch zusätzlich Flüssigkeit ab.
  • Sanft köcheln lassen: Starkes Kochen kann die Kartoffeln außen zerfallen lassen, bevor sie gleichmäßig durchgegart sind.

Varianten und Substitutionen

Gemischtes Hackfleisch: Statt Rinderhack können Sie 750 g gemischtes Hackfleisch verwenden. Der Bauerntopf wird dadurch etwas kräftiger und fettreicher.

Putenhackfleisch: Auch Putenhack funktioniert. Es ist magerer und sollte deshalb nur so lange angebraten werden, bis es vollständig durchgegart und leicht gebräunt ist.

Mehr Paprika: Wer den Gemüseanteil erhöhen möchte, kann eine weitere Paprikaschote hinzufügen. Die zusätzliche Flüssigkeit des Gemüses macht den Bauerntopf eventuell etwas weniger dick.

Andere Kartoffelsorte: Festkochende Kartoffeln funktionieren ebenfalls, bleiben jedoch deutlich kompakter. Mehligkochende Kartoffeln machen die Soße sämiger, können bei häufigem Rühren aber schneller zerfallen.

Mildere Variante: Das geräucherte Paprikapulver kann durch dieselbe Menge edelsüßes Paprikapulver ersetzt werden. Dadurch wird der Geschmack milder und weniger rauchig.

Aufbewahrung

Reste vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einen gut verschlossenen Behälter in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich der Bauerntopf etwa 2 bis 3 Tage. Zum Aufwärmen langsam im Topf erhitzen und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen. Die gesamte Portion sollte vollständig durcherhitzt sein. Der Bauerntopf kann auch portionsweise bis zu etwa 3 Monate eingefroren werden. Nach dem Auftauen können die Kartoffeln allerdings etwas weicher und körniger sein.

Häufige Fragen

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Die Kartoffeln garen direkt in der Tomaten-Brühe-Mischung. Dadurch nehmen sie gleichzeitig die Aromen des Bauerntopfs auf.

Warum kommt die Paprika erst später dazu?

Paprika benötigt wesentlich weniger Garzeit als rohe Kartoffeln. Durch die spätere Zugabe bleiben die Stücke aromatisch und leicht bissfest, statt vollständig zu zerkochen.

Was mache ich, wenn der Bauerntopf zu flüssig ist?

Lassen Sie ihn am Ende weitere 5 bis 10 Minuten ohne Deckel sanft köcheln. Dabei regelmäßig umrühren. Die Flüssigkeit reduziert sich und die Kartoffelstärke bindet die Soße zusätzlich.

Kann ich den Bauerntopf einen Tag vorher zubereiten?

Ja. Das Gericht lässt sich sehr gut vorbereiten. Nach dem Abkühlen verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag langsam vollständig durcherhitzen. Falls die Soße über Nacht stark eingedickt ist, beim Erwärmen etwas Wasser hinzufügen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.